So...bin also wieder aus dem Camp zurück. Wobei ich gestehen muss, dass es dort nicht eimal so übel war. Es war fast erschreckend
welche Leidenschaft diese Menschen für ihren Glauben und für ihre Umgebung entwickeln. Es hat einem oft seine Fehler gezeigt. Ich bewundere diese Menschen. Sie stellen sich einfach auf die Bühne
und erzählen 150 Leuten, die sie nicht einmal richtig kennen, ihre größten Probleme. Erschreckender ist es, wenn einen genau so etwas kalt lässt. Da frägt man sich, was für ein Monster man
eigentlich ist. Ich glaube nach diesen Tagen zu wissen, dass ich ein sehr großes Monster bin.
Ich nenne hier einmal ein kleines Beispiel: Nach ca. drei Tagen haben ich und zwei Kumpels von mir drei Jungs kennen gelernt. Sie rauchen, kiffen und saufen, glauben jedoch an Gott. Hier stellt
sich meine erste Frage, wie kann man an Gott glauben und so sündenhaft leben? Ganz einfach, es gibt ein Lied, in diesem heißt es, ,,Danke Herr, dass du mich kennst und trotzdem liebst.", eine ganz
einfache Erklärung oder? Aber nun zruück zu der Geschichte. Wie kamen mit diesen Jungs ins Gespräch und haben an einem nahe gelegenen Waldweg ,,gechillt". Irgendwie kamen wir auf das Thema
Vergangenheit und auch Tod. Sie kannten uns keinen Meter und erzählten uns trotzdem ihre Geschichte. Sie schilderten uns sogar ihre Gefühle dabei, so etwas habe ich sehr selten erlebt, dass man so
frei reden konnte, ohne zu lügen oder etwas schlechter oder schöner zu reden. Auch ich habe angefangen zu reden, es hat mich einfach nur fertig gemacht. Wieder die Erinnerungen, die Gefühle die
wieder hochsteigen und zu wissen, dass man ein richtieges Arschloch war
und ist. Ein Kumpel von mir hat es noch krasser getroffen, er und ich mussten uns erst
einmal wieder abreagieren und sind losgejoggt. Ich konnte fast die ganze Nacht nicht
Schlafen und habe mir so meine Gedanken über mich selbst gemacht. Bin aber zu keinem
richtigen Entschluss gekommen, doch eines weiß ich. Der Glauben an einen oder mehrere Götter ist nichts für mich. Es liegt mir nicht mich einer Illussion anzuvertrauen oder aber an etwas zu
glauben, wofür es keine Beweise gibt. In manchen Situationen zweifle aber auch ich an einer gottlosen Welt.
Na ja, auf jeden fall haben meine Kumpels und ich beschlossen nächstes Jahr wieder mitzugehen.